Christian Leutheuser VLN-Junior-Vizemeister 2009
Im letzten Rennen mit 3. Sieg in Folge Vizetitel gesichert
(kh)Ein Saisonfinale wie aus dem Bilderbuch, erlebte das unter der Bewerbung des MSC Rhön startende Bad Königshöfer Rennteam Lingmann, am vergangenen Wochenende auf dem Nürburgring. Mit Platz 1, 3 und 6, sowie dem Vizemeistertitel in der Juniorwertung im Gepäck, kehrte die Lingmann-Truppe vom 34. DMV Münsterland-Pokal zurück.
Christian Leutheuser, der sich das Cockpit des BMW M3 wieder Martin Tschornia und Alexander Schula teilte, trat wieder in der Klasse H3 bis 3000ccm an. Von Anfang an ließ das Trio keinen Zweifel an ihrer Favoritenstellung aufkommen und beendeten das Qualifying auf der Pole. Alex Schula knallte zum Trainingsschluss mit 9:37,600 min nochmals eine Superzeit auf den Asphalt. Das entspricht einem Schnitt von 151,884 km/h.
Das Rennen gestalteten die Drei souverän. Der Bestwiger Martin Tschornia übernahm wie gewohnt den Startturn. Er ließ dabei nochmals richtig die „Sau raus“. Gnadenlos attackierte er die ehemaligen Klassenkonkurrenten aus der V5 und wäre man in dieser Klasse gestartet, hätte man vermutlich auch gewonnen. So blieb nur ein bisschen späte Genugtuung.
Christian Leutheuser fuhr diesmal den zweiten Turn. Hoch motiviert ging auch er die gleiche Gangart wie Tschornia. Er hatte sich fest vorgenommen: „Der Vizetitel muss her“! Das sicherte schließlich Alexander Schula als Schlussfahrer. Der mit einer ebenfalls tollen Leistung den Abschluss krönte.
Im zweiten Lingmann-BMW der Klasse SP5 verstärkte wiederum der frisch gebackene Europameister der FIA-GT, Christopher Haase, der diesen Titel auf einem Audi R8 des Phönix-Racing Teams errang. Platz 2 im Quali ließ für das Rennen einiges hoffen. Der Rennverlauf der ersten drei Runden bestätigte dies auch, obwohl der Führende mit einem enormen Überschuss an Motorleistung aufwartete, konnte er sich nicht absetzen. Dann in Runde vier die Schreckensnachricht von der Strecke: „Auto hat keinen Vortrieb mehr“. In Schleichfahrt rettete sich Haase an die Box, wo eine gebrochene Antriebswelle diagnostiziert wurde. In Windeseile wurde diese ausgewechselt und man reihte sich auf Platz 4 wieder in das Geschehen ein. Zwei Runden später erneute Hiobsbotschaft. Flatternde Lenkung und starke Schleifgeräusche zwangen zu einem erneuten Boxenstopp. Vermutlich durch einen Schlag auf die rechte Felge war die Befestigung des Bremssattels abgeschert. Erneute Reparatur und Platz 6 in der Endabrechnung waren das Ergebnis des Finallaufes.
Der Dritte im Bunde, der BMW M3 der Klasse SP 6 mit Ingo Tepel aus Herne, Uli Packeisen, Wuppertal und Dr. Torsten Krey aus Herborn, ging vom Startplatz fünf ins Rennen. Das bestens aufgelegte Trio kämpfte Konkurrent um Konkurrent nieder und wurde mit einem sensationellen dritten Platz abgewinkt.
Sieben Siege, fünf 2. Plätze und acht 3. Plätze in der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring, sowie ein Sieg und ein zweiter Platz beim härtesten Langstreckenrennen der Welt, den 24h-Rennen Nürburgring, bewies Lingmann Motorsport eindrucksvoll seine internationale Klasse. Zu den genannten Platzierungen kommen noch viele unter den Top Ten dazu. So ist es nicht verwunderlich, dass vier Fahrer von Lingmann Motorsport unter den ersten dreißig von über tausend(!) gewerteten Fahrern zu finden sind. Martin Tschornia landete auf Platz 16. Christian Leutheuser auf 19, zugleich Junioren Vizemeister. Hubert Nacken kam auf Platz 25 und Wolfgang Kudrass auf 28.
In der Gesamtwertung des Saisonfinales sicherten sich Chris Mamerow/Dirk Werner auf ihrem Porsche 911 GT3 den dritten Sieg in Folge. Sie verwiesen nach einem höchst spannenden Rennen die Dauerrivalen Marcel Tiemann/Emmanuel Collard im Manthey Porsche 911 GT3 auf Platz 2. Das Podium vervollständigte das wiederum stark fahrende Trio des Audi R8 LMS mit Frank Biela, Marc Basseng und Frank Stippler. Altmeister H.-J. Stuck, der mit seinem Sohn Johannes den zweiten Audi R8 LMS pilotierte, belegte nach einem packenden Rennen noch Platz 4.
In der VLN-Gesamtwertung konnte das Team von Black Falcon mit Alexander Böhm, Christer Jöns und Sean Paul Breslin den Vorjahrestitel verteidigen.
Fotos Höhn




